ESC 2017
März 12, 2017 geposted vonOLJO-Team

ESC 2017: Schweden schickt Timberlake, ah ne Robin Bengtsson

ESC 2017: Schweden schickt Timberlake,  ah ne Robin Bengtsson

ESC 2017: Schweden entsendet den Sänger Robin Bengtsson mit dem souligen, zeitweise in Falsett vorgetragenen Poptitel ‚I Can’t Go On‚ (dt: Ich Kann Nicht Weitermachen) zum ESC Finale 2017 nach Kiew/Ukraine. Keine schlechte Wahl!
Robin Bengtsson konnte sich im gestrigen schwedischen Vorentscheidfinale (Melodifestivalen, MF) nur knapp gegen Nano durchsetzen, der den zweiten Platz belegte.

Robins MF Final-Vortrag

Gewinner bei den votenden schwedischen Fernsehzuschauern war mit Abstand Nano (der schwedische Rag’n’Bone Man…) mit ‚Hold On‚. Nano wurde von der internationalen Jury aber nur auf den zweiten Platz hinter Robin gesetzt. Pech, oder eben doch bisschen zu nah an Rag’N’Bone Man! Aber was soll Bengtsson dazu sagen? Rasend weit entfernt von einer Kopie ist sein Song im Grunde ja nun auch nicht.

Nanos Vortrag im gestrigen MF Finale:

Ergebnisse im Detail:

Robin erhielt 50 Pkte durch Televoting, aber 96 durch die internationale Jury. (146 gesamt)
Nano hingegen erzielte mit 57 Pkt beim Televoting einen relativ klaren Sieg, der aber mit 12% Anteil nicht sonderlich beeindruckend ausfiel. Von der Jury gab’s für Nano lediglich 76 Pkt. (133 gesamt).
Interessant ist, dass Robin beim Televoting sogar nur Dritter wurde. Mit 51 Pkt hangelte sich nicht unüberraschend Wiktoria mit ‚As I Lay Me Down‚ hauchdünn auf Rang 2. Ihr Song und ihre Performance fand bei der Jury aber keine Gnade. Bescheidene 29 Jurypunkte beendeten zum wiederholten Male Wiktorias ESC Final-Ambitionen.

Robin Bengtsson & Co bei Spotify SWE

Robin Bengtssons Song war vorgestern (also am Tag vor dem Vorentscheidfinale) bei Spotify Schweden hinter Wiktoria und Nano ebenfalls nur auf Rang 3 der meistgestreamten Melodifestivalen-Finaltitel zu finden.

In der vergangenen Gesamtwoche hatte Wiktoria bei Spotify einen sehr hohen 33% Lead vor Robin und Nano. Ein ähnlich gutes Ergebnis konnte sie im Televoting aber nicht erreichen. Das war eine Überraschung. Doch selbst wenn sie einen Riesenvorsprung beim Voting gehabt hätte, es hätte ihr null genützt. Ihr fehlte schlicht die Juryunterstützung.

Wiktoria mit ihrem MF Finalbeitrag ‚As I Lay Me Down‘

Wir würden diesem Titel mittlere Chancen in den deutschen Charts zubilligen. Bei Nano sind wir unschlüssig. Die Nähe seines Songs zu Songs von Rag’N’Bone Man erscheint uns etwas zu frapant.

Schönheitsfehlerchen:

Robin Bengtsson ist nun derjenige Künstler, der seit Einführung des aktuellen Abstimmungsmodus‘ mit der geringsten Gesamtpunktzahl zum Sieger des schwedischen Vorentscheids gekürt wurde. 100%ig überzeugend ist anders.

Justin Robin Timberlake-Bengtsson?

Wäre ja eigentlich ein geiler Künstlername,. Wie dem auch sei:
Wir stellen bei dem Robin Bengtsson Titel ‚I Can’t Go On‚ eine relativ fühlbare Nähe zu dem Hit ‚Can’t Stop The Feeling‚ des US-amerikanischen Interpreten Justin Timberlake fest. Wir finden, dass wir es hier mit einem einer Kopie nahekommenden, gut gemachten und weitgehend fehlerfrei vorgetragenen Song zu tun haben.
Der Titel befindet sich schon seit Längerem in den Top 10 der schwedischen Charts. Man muss davon ausgehen, dass der schwedische ESC Beitrag auch in diesem Jahr im ESC 2017 Grand Final (Qualifizierung im Halbfinale ist nur Formsache) ganz oben mitmischen wird.

Hasenfuss für Bengtsson ist natürlich, dass er beim heimischen Televoting-Publikum nur Dritter wurde. Ein klarer Sieg wäre vorteilhafter gewesen. Zur Stunde würden wir Bengtsson ein eindeutig schlechteres Standing zubilligen, als zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr Frans. Klar dürfte sein, dass ‚I Can’t Go On‘ als hitverdächtig für Deutschland eingestuft werden kann.

Soul-lastige Nummern kommen bei uns im Normalfall aber nicht so supergigantisch an (wobei man anmerken könnte, dass Falsett wiederum förderlich ist). Wir würden aktuell, anders als im letzten Jahr bei Frans, nicht darauf wetten wollen, dass Robin, ähnlich wie Frans, für fast ein Jahr lang in den deutschen Top 200 zu finden sein wird.

Wie immer werden wir in den nächsten Wochen bis zum ESC Finale die Trendverfolgung aufnehmen. Leider da ziemlich raus ist ja unsere Levina. Aaaber… vielleicht gibt es ja doch noch einen Hauch von ESC-Leben nach dem heimischen ‚Chart-Tod‘.
Was Robin Bengtsson angeht leidet sein Song bereits jetzt unter dem Tag ‚Justin Timberlake‘. Gar nicht unähnlich zum Levina Bash. Doch Null-Punkte Dämmerung wird es für den Schweden sicher nicht geben. Ganz anders sieht das bei Levina aus.

2 Kommentare

  • Hi Erik
    naja man hört es doch, also bitte. Kann sich jeder sein eigenes Urteil bilden. Ist natürlich nur in Teilen ein an eine Kopie heranreichendes Musikstück von Nano. Das kann man doch nicht ernsthaft bestreiten wollen.
    Der Gewinnersong ist selbstredend catchy.
    Bengtssons aktueller Lead in den schwedischen Charts liegt nur bei vergleichsweise bescheidenen 17,7%. Frans kam im Vorjahr zum genau gleichen Zeitpunkt auf einen weitaus höheren Lead von 130%. Das ist ein sehr beträchtlicher Unterschied, wobei die aktuellen schwedischen Single Top 3 insgesamt in diesem Jahr, wie im Vorjahr, Melodifestivalen Titel sind.
    Ob man aus dem Leadunterschied etwas herauslesen kann? Wir meinen ja. Nach nem Siegtitel riecht es bei Schweden noch nicht wirklich. Gute Figur wird man natürlich machen, daran besteht kein Zweifel.
    LG
    OLJO-Team

  • Hmmm finde das gibt es nichts zu meckern – nur weil man ne Glatze hat und Soul singt ist msn keine ragbone kopie! Unf der Gewinner ist catchy

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