US Band Rage Against The Machine kann mit Killing In the Name neuen Verkaufszahlen Rekord in England aufstellen. Der von ‘Hassern’ der Casting Show X Factor gekaufte Song vereitelte damit den Sprung des X Factor Siegers Joe McElderry auf Platz 1 der britischen Charts. Der begehrte Titel Christmas Nummer 1 geht somit an Rage Against The Machine!











21. Dezember, 2009 um 22:11
Ich finde das gar nicht so schwer verständlich. Vielleicht, weil ich aus meinem Studium komplizierte Formulierungen gewohnt bin. :D
Das ganze läuft so: Jeder Verkaufsvorgang eines Titels wird registriert. Dann wird geschaut, in welchem Format das stattgefunden hat. Sagen wir, es war eine Maxi-CD (=Verkaufseinheit). Dann wird der Verkaufspreis davon (=Verkaufswert) (ich nehme der Einfachheit halber mal den Endpreis, denn die eigentlich relevanten Händlerabgabepreise kennen wir ja nicht) in Höhe von – sagen wir – 5,99 notiert. Dieser wird dann durch den Standardfaktor (=durchschnittliche Trackanzahl) für eine Maxi-CD geteilt (egal, wie viele Tracks tatsächlich darauf enthalten sind), also durch 4,2. Das ergibt einen Wert von 1,43. Dieser Wert fließt dann in die Chartberechnung ein. Ein Download-Einzeltrack wird durch 1 “geteilt”, also der tatsächliche Verkaufswert übernommen. Und bei einer 2-Track ergibt sich bei einem Faktor von 2,3 ein Wert von 1,30 (bei einem Preis von 2,99) bzw. 1,73 (bei einem Preis von 3,99), der dann in die Charts einfließt.
Ich halte es für durchaus möglich, dass Sarah Kreuz einen Anteil von rund 80% CD-Verkäufe und nur 20% Downloads hatte. Es gibt eben manche Künstler, bei denen sich CDs immer noch überproportional gut verkaufen. Gerade bei Castingstars ist das häufig so (Ausnahme: Queensberry). Der CD-Single-Markt in Deutschland ist eben noch nicht ganz so tot wie zB in UK.
21. Dezember, 2009 um 21:23
Hey Guy
haben wir natürlich schon oft durchgelesen, die abstruse Logik die dahinter steht ist uns aber nicht wirklich aufgegangen. Warum einfach, wenns auch kompliziert geht…
Zitat:”Zur Berechnung dieses
Verkaufswertes pro Track muss der Gesamtpreis der Single (physisch/digital) durch die Anzahl
der Tracks geteilt werden. Die Trackanzahl für jede individuelle (physische/digitale) Single ist
aus den heute vorliegenden Artikelstamm-Informationen nicht immer verfügbar. Deshalb
rechnet das Chart-System mit durchschnittlichen Track-Zahlen für folgende 4 Singles-
Kategorien: Klassische Singles (wie sie sich aus der 7 -Single entwickelt haben), Maxi-
Singles, Download-Tracks und Download-Bundles. Klassische Singles sind z.B. 5-Zoll CD
2-Track oder 3-Zoll CD 2-Track usw.. Alle übrigen noch existierenden, weniger
gebräuchlichen Singles-Kategorien werden diesen vier Standard-Kategorien entsprechend
zugeordnet. Die durchschnittliche Track-Anzahl pro Kategorie wird von PhonoNet ermittelt
aufgrund der aktiven Singles-Artikel im Veröffentlichungszeitraum des aktuellen Jahres (zuerst
für das Gleitjahr 1.6.2006 bis 31.5.2007). Diese durchschnittlichen Track-Zahlen pro Kategorie
sind in der unteren Tabelle wiedergegeben. Eine Anpassung findet im jährlichen Rhythmus
statt. Zur Ermittlung des Verkaufswertes pro Track wird nun der Verkaufswert der
Verkaufseinheit (Single, Maxi, Track, Bundle) durch die durchschnittliche Trackanzahl geteilt.
Dieser Wert ist dann der für das Chart-Ranking relevante Verkaufswert eines individuell
gekauften Titels innerhalb der TOP 100 Singles Charts.” Daraus, besonders aus dem letzten Satz ergibt sich durchaus zwingend ein z.T. krasse Übervorteilung des Maxi CD Verkaufs. Einige seltsam positive Chartplatzierungen sind sonst nicht erklärbar. Anders ist auch der hohe Charteinstieg z.B. von Some & Any überhaupt nur schwer zu erklären. Dass Sarah Kreuz in nur einer Woche mehrere tausend Maxi CDs verkauft hat, halten wir für ein Gerücht. Sie hätte dann 5mal mehr Maxi CDs, als Downloads verkauft. Unseres Erachtens nach unmöglich.
Lieben Gruß
Olaf
OLJO-Team