Sarah Kreuz (DSDS 2009): Single Flop in den deutschen Charts

18. November 2009

Eine glatte Bauchlandung muss Sarah Kreuz, durch ihre Teilnahme an der Casting Show DSDS 2009 zeitweise bekannt gewordene Sängerin, mit ihrer ersten Single in den deutschen Charts verkraften. Ihre seit dem 13.11.09 auf dem Markt befindliche Single If One Bird Sings hat bis heute nicht den Weg in die Tages Top 100 der meistverkauften Musik Downloads gefunden. Daher wird Sarah Kreuz’ erste Single auch nicht der Neueinstieg in die Top 100 der wöchentlichen deutschen Download Charts (KW 47) gelingen können.
Leider ist das für die eigentlich talentierte Sängerin ein sehr enttäuschender Start in ihre kommerzielle Karriere. Bis einschliesslich Donnerstag 18.11.09 (Chartwoche geht von Freitags bis Donnerstags) werden nur um die 1.000 Downloads (+/- 250) von ‘If One Bird Sings’ verkauft worden sein.

Heute aktuell belegt Sarahs Single trotz extrem billigem Preis nur Rang 134 bei iTunes Deutschland, Rang 181 bei Amazon MP3. Bei Musicload wird Sarah gar nicht mehr notiert. Sie befindet sich damit ziemlich sicher ausserhalb der Top 200.
Insgesamt sind das zwar niederschmetternde, aber keine wirklich unerwarteten Ergebnisse. Wenn man sich anschaut, wie die Promotion, besonders die Webpromotion für den Titel gelaufen ist, konnte man nichts anderes erwarten. Ihr offizielles Musikvideo kommt bei Youtube auf nur klägliche 4500 Zugriffe. Youtube ist in Deutschland der mit riesigem Abstand wichtigste Musikvideo Dienst. Täglich also weniger als 500 Aufrufe. Das ist quasi nichts. Hinzu kommt eine durchschnittliche Bewertung von nur 3,5. Ein sehr schwacher Wert.
Dazu muss aber auch festgehalten werden, dass Youtube das Video aus den Suchergebnissen entfernt hat. (Suchbegriff: Sarah Kreuz If One Bird Sings official video).
Beim werbeverseuchten Myvideo wurden zwar angeblich 162.000 Klicks erreicht, aber nur 97 Bewertungen. Myvideo Daten sind jedoch grundsätzlich mit äusserster Vorsicht zu genießen.
Unabhängige Webseiten wurden vom Musikkonzern Universal von der Promotion des Videos vollständig ausgeschlossen, was sich sicher ebenfalls durchaus ungünstig für Sarah ausgewirkt hat.
Festzuhalten ist, dass Sarah sicher einen Fehler begangen hat, sich ausgerechnet unter die Fittiche von Universal Music zu begeben.
Auffallend ist in diesem Zusammenhang ist, dass die deutsche Niederlassung von Universal Music schon eigentlich seit vielen Monaten kaum noch deutsche Newcomer in die Top 100 der Song Download Charts hat bringen können (ausser ein ganz paar Hip Hop Acts, deren Videos aber bei Youtube natürlich zu finden sind…). Das muss sicherlich doch Gründe haben…

Aus den Augen verlieren darf man dabei natürlich auch nicht, dass ‘If One Bird Sings’ quasi null bei deutschen Radiostationen gespielt wurde (DSDS ‘Sippenhaft’) und auch im Fernsehen nur auf den mittlerweile unwichtigen ehemaligen Musik TV Kanälen des Viacom Konzerns (MTV / VIVA) ab und zu mal zu sehen war. Ausserdem kommt ihre Single mindestens 3 Monate zu spät. Ihr Bekanntheitsgrad war schon viel zu stark gesunken.
Es kann aber auch sein, dass einfach ihr Song schlicht keinen Gefallen findet. Zumindest ist es so, dass ihn die Leute selbst für billigsten Preis einfach nicht haben wollen.

Update 27.11.09:
Sarah Kreuz fällt in dieser Woche in den von uns ermittelten Deutschen Download Charts von Rang 114 (KW 47) auf Platz 689 (KW 48).
In den offiziellen Charts (KW 47) wird völlig überraschenderweise ein doch ziemlich hoher Charteinstieg errechnet (Platz 35). Die offiziellen Charts bewerten den Verkauf von Maxi CDs (u.a. durch Vorbestellungen erhöht) um ein mehrfaches über, was zu erheblichen Verfälschungen in der offiziellen Hitparade führt. Unwahrscheinlich wird sein, dass Sarah auch in der nächsten Woche (KW 48) noch in den sogenannten offiziellen Single Top 100 nochmals aufgeführt sein wird, dafür sind die Downloadverkäufe zu schlecht.
Der Abfall der Single wird z.T. natürlich verursacht durch das Erscheinen des ersten Albums von Sarah Kreuz. One Moment In Time kann bei Amazon Deutschland Rang 95 in den Musik CD Charts erreichen.
Als Download Version belegt es bei Amazon MP3 immerhin Platz 5 (auf Grund eines extrem niedrigen Preises). Bei Musicload erzielt das Album heute Rang 18, beim mit Abstand wichtigsten deutschen Musik Downloadshop, dem von iTunes, findet man Sarahs neues Album nicht unter den Album Top 100.
Insgesamt ist damit heute im Downloadbereich bundesweit eine Position im Bereich 20 -30 zu vermelden. Das ist zumindest heute doch besser als erwartet!

Tags: dsds 2009, Sarah Kreuz

20 Kommentare für “Sarah Kreuz (DSDS 2009): Single Flop in den deutschen Charts

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  1. 20
    oljo-team Says:

    Hi Benny
    Sarah ist kurzfristig auf Rang 35 der offiziellen Charts eingestiegen, wird aber in der nächsten Ausgabe der Top 100 wieder verschwunden sein. Die offizielle Chart bezieht sich auf die Verkäufe der Vorwoche!
    Verhältnismäßige gute Maxi CD Verkäufe (und die Überbewertung der CD Verkäufe + Vorbestellungen durch das charterstellende Unternehmen) führen zu diesen Ergebnissen. Im Downloadbereich d.h. im reinen Stückzahlenverkauf hat es Sarah eigentlich nicht in die Top 100 geschafft. Gesamtergebnis ist daher FLOP.

    LG
    Dean
    OLJO-Team

  2. 19
    Benny Says:

    Hallo. :)

    Wie siehts aus? Wo wird Sarah diese Woche in den Charts einsteigen?

    LG Benny

  3. 18
    oljo-team Says:

    Sarah Kreuz hat in den von uns ermittelten deutschen Download Charts mit ‘If One Bird Sings’in der KW 47 Rang 114 erreicht. Immerhin knapp 1.000 Downloads konnte Sarah verkaufen.

    Lieben Gruß
    Sandra
    OLJO-Team

  4. 17
    oljo-team Says:

    Hallo Guy
    Cassandra werten wir nicht als Newcomerin, das sie ja von Glashaus her bereits bekannt war. Universal Music bietet im deutschen Nachwuchsbereich ein furchtbares Armutszeugnis.
    ‘Mehrfach Zählung’ findet ganz klar statt. Kommt halt drauf an was für Titel auf der Maxi sind….Meist sind es ja mindestens 2 Versionen des gleichen Songs. So, wie wir die Chartberechnungsregeln verstehen werden beide gezählt. Das ist dann doch eine Mehrfachzählung, oder nicht?

    Lieben Gruß
    Olaf
    OLJO-Team

  5. 16
    Guy Incognito Says:

    Universal ist meiner Meinung nach immer noch die beste Adresse, wenn man wirklich groß rauskommen will. Bei internationalen Acts beweisen sie das alle paar Wochen (alleine in den aktuellen Top 10 der Jahres-Charts stehen 6 Universal-Künstler, die vor 2009 noch nie eine Top 10 Single bei uns hatten), national geht aber leider seit einiger Zeit gar nichts mehr (abgesehen von der Solo-Karriere von Cassandra Steen). Da müssen sie auf jeden Fall dringend was tun, denn kaum jemand sonst hat dermaßen große PR-Möglichkeiten.

    Und ich wiederhole mich: Maxi-CDs werden in den offiziellen Charts nicht “mehrfach” gezählt. ;)

  6. 15
    oljo-team Says:

    Hi broesie
    bundesweit war Sarah aber nicht auf 46. iTunes macht ja weniger als 40% des Marktes aus. Du hast Recht, dass Sarah (aus welchen Gründen auch immer) im Single CD Bereich etwas besser dasteht. In den offiziellen Charts, in denen Maxi CDs quasi mehrfach gezählt werden, wird Sarah demnach wahrscheinlich in den Top 100 aufgeführt werden. Wichtiger ist, was in der zweiten Woche kommt. Eine Woche in den offiziellen Charts zu sein, heisst ja nicht, dass man einen Hit hat.
    Welche neuen! Universal Künstler charten denn gut? Das ist ja wohl ein Gerücht. Mit neu meinen wir Künstler, die erstmals eine Single veröffentlicht haben.

    Wir sind natürlich glücklicherweise garantiert vollkommen unabhängig. Darauf legen wir großen Wert!

    Universal ist auch nur ein Aspekt. Auch EMI, Warner und Sony bekleckern sich bei der deutschen Nachwuchsföderung ganz sicher nicht mit Ruhm. Sony hat mit Daniel Schuhmacher den erfolgreichsten Newcomer gebracht. Universal brachte Eisblume dieses Jahr neu. Sonst gibt es da nicht viel, die nennenswert Verkäufe realisieren konnten. Das liegt nicht nur an den Plattenfirmen, denn es muss auch Radiostationen geben, die neue deutsche Künstler zu den besten Sendezeiten spielen. Die bedeutenden Stationen machen das nur nicht. Bedenke auch, dass alle deutschen Plattenlabel erheblich Personal abgebaut haben, insbesondere in den Abteilungen Nachwuchsförderung. Die Förderung ist nämlich oft ein teurer Spaß. Auf einen Hit kommen Pi-Mal-Daumen zehn Flops. Die Label behaupten, dass für so viel Flops heutzutage ‘kein Geld’ mehr da sei (obwohl der Musikumsatz in den letzten 4 Jahren mit um die 1,6 Mrd € stabil geblieben ist). Die Wahrheit könnte eher sein, dass die ausländischen Mutterkonzerne der deutschen Label höhere Gewinnabführungen ihrer deutschen Töchter erhalten.
    Dennoch meinen die deutschen Label sie würden einen Kulturauftrag erfüllen und fordern u.a. deshalb die Absenkung der Mehrwertsteuer auf Musik von 19% auf 7%.

    Lieben Gruß
    Olaf
    OLJO-Team

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