{"id":10261,"date":"2014-10-18T16:09:01","date_gmt":"2014-10-18T14:09:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oljo.de\/blog\/?p=10261"},"modified":"2014-10-18T18:40:45","modified_gmt":"2014-10-18T16:40:45","slug":"transformation-musikmarkt-schweden-betoncharts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oljo.de\/blog\/transformation-musikmarkt-schweden-betoncharts\/","title":{"rendered":"Transformation Musikmarkt Schweden &#8211; die Betoncharts"},"content":{"rendered":"<p><strong>Den wohl gr\u00f6ssten Umbruch des Musikmarktes in nur etwas mehr als 10 Jahren erlebte das skandinavische Land Schweden. <\/strong><br \/>\nNoch 2002 wurden in Schweden laut <strong>IFPI Schweden<\/strong> offiziell <strong>25 Mio Album CDs<\/strong> und <strong>3,4 Mio Single CDs<\/strong> verkauft. Der Gesamtumsatz der schwedischen Musikindustrie mit Tontr\u00e4gern erreichte 2002 den Allzeit Rekordwert von <strong>1.550 Mio<\/strong> Schwedischen Kronen (SEK). (1 Euro = 8 Kronen)<br \/>\nMit einem Pro Kopf Absatz von unglaublichen 3 Alben pro Kopf der Bev\u00f6lkerung war Schweden damals der wohl <strong>absatzst\u00e4rkste Musikmarkt der Welt, was Album CDs<\/strong> betraf.<\/p>\n<p>2002 sah dabei den <strong>h\u00f6chsten Album-Jahresabsatz<\/strong> in Schweden nach St\u00fcckzahlen <strong>ever<\/strong>. Dieser Rekord wird &#8218;f\u00fcr immer&#8216; halten, denn ab dem Jahr 2002 begann die <strong>Transformation des schwedischen Musikmarktes<\/strong>. Von traditionell physischen Musikprodukten ging die Entwicklung zu digital verf\u00fcgbaren Musikprodukten, was einher ging mit einem nie dagewesenen <strong>Umsatzschwund<\/strong>.<\/p>\n<p>Ab 2002 schlug im Musikmarkt Schweden zun\u00e4chst die <strong>&#8218;Illegal Download&#8216;-Krise<\/strong> erbarmungslos zu. Die Absatzzahlen gingen in den 6 Jahren bis 2008 langsam in den Keller.<br \/>\n<strong>Im Jahr 2008<\/strong> belief sich der Umsatz der schwedischen Musikindustrie mit Tontr\u00e4gern nur noch auf <strong>781 Mio<\/strong> SEK.<br \/>\nDer R\u00fcckgang des Umsatz von 2002 bis 2008 betrug im Schnitt 11% pro JAHR. Die Zahl der verkauften Album CDs lag 2008 bei &#8217;nur noch&#8216; 15 Mio St\u00fcck. (pro Kopf aber auch da noch der wohl mit beste Wert auf der Welt)<\/p>\n<p>Ab Ende 2008 begann dann der Siegeszug des immer mehr <strong>zu einem Angebotsmonopolisten<\/strong> mutierenden schwedischen Musikstreamingdienstes <strong>Spotify<\/strong> (und nach und nach auch anderer Radio- &#038; Video-On-Demand Streamingdienste). Vom absoluten <strong>Umsatztiefpunkt 2008<\/strong> konnte sich die schwedische Musikindustrie in den folgenden Jahren jedoch nicht so wirklich entfernen. Es gab zwar ein Wachstum, aber von den goldenen Zeiten der End-Neunziger und Anfang &#8217;00er ist man auch heute noch weit entfernt.<br \/>\nVon 2009 bis zum Jahr 2013 wuchsen die Ums\u00e4tze der schwedischen Musikindustrie jedenfalls wieder an. Der Jahresumsatz erreichte 2013 immerhin wieder <strong>996 Mio<\/strong> SEK (1 Euro = 9 Kronen). Das <strong>durchschnittliche j\u00e4hrliche Umsatzwachstum<\/strong> betrug in den Jahren 2009 bis 2013 <strong>6,3%<\/strong>. Bis 2013 erreichte der Anteil der Streaming-Einnahmen (in erster Linie sind dies Einnahmen aus Spotify- und Youtube\/Vevo-Streaming) <strong>71,1% des Gesamtumsatzes<\/strong>. Praktisch nirgendwo in der Welt ist dieser Anteil h\u00f6her!<br \/>\nDer CD Albumabsatz lag 2013 bei nur noch <strong>5,8 Mio<\/strong> St\u00fcck. (Pro Kopf waren das aber noch mehr, als z.B. in den USA)<br \/>\n2013 erreichte der Umsatz der schwedischen Musikindustrie lediglich <strong>64% des Spitzenjahres 2002<\/strong>. (In Euro gerechnet sogar nur etwas mehr als 50%).<\/p>\n<p>Im Jahr <strong>2014<\/strong> wird der <strong>Umsatz der schwedischen Musikindustrie<\/strong> wom\u00f6glich <strong>erstmals seit 2008 wieder sinken<\/strong>.<br \/>\nVor allem ein <strong>stark verlangsamtes Wachstum der Streaming-Einnahmen<\/strong> bei weiter radikal sinkenden Ums\u00e4tzen im Album CD Bereich k\u00f6nnte 2014 wieder ein leichtes Umsatz-Minus bewirken. Etwas \u00fcberraschend ist, dass der schwedische Musikmarkt als einziger gr\u00f6\u00dferer Musikmarkt in der westlichen Welt ein, wenn auch geringes Umsatz-Wachstum beim Verkauf von digitalen Tontr\u00e4gern (a-la-carte) aufweisen kann (+1,6%). Alle anderen M\u00e4rkte zeigen in diesem Sektor mitunter drastisch zweitstellige R\u00fcckg\u00e4nge.<\/p>\n<p>Lag das Wachstum der Streamingeinnahmen 2013 in Schweden noch bei 30%, verringerte sich dieses Wachstum <strong>im ersten Halbjahr 2014<\/strong> auf nunmehr <strong>unerwartet schwache 11,6%<\/strong>. Das sehr deutlich geringere Wachstum ist wahrscheinlich auf den Umstand zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass die gr\u00f6sste Zahl der fr\u00fcher bei A-La-Carte Downloads als <strong>Intensivk\u00e4ufer<\/strong> aufgetretenen Kunden in Schweden mittlerweile anscheinend ein Premium Streaming Abonnenment bei Spotify &#8218;ihr Eigen&#8216; nennen und somit nat\u00fcrlich als Tontr\u00e4gerk\u00e4ufer <strong>praktisch komplett wegfallen<\/strong> und es nat\u00fcrlioch irgendwann auch keine gro\u00dfe Zahl neuer solcher K\u00e4ufer von spotify aquiriert werden k\u00f6nnen. Flasche leer&#8230; <\/p>\n<blockquote><p>Hinweis: Laut uns vorliegenden statistischen Untersuchungen der deutschen Musikindustrie werden etwa 50% aller Tontr\u00e4gerk\u00e4ufe von lediglich 4% der Bev\u00f6lkerung vorgenommen. Es ist nicht davon auszugehen, dass das in Schweden anders ist. <\/p><\/blockquote>\n<p>Davon unbenommen werden 2014 f\u00fcr die K\u00fcnstler und Autoren in Schweden im langj\u00e4hrigen Vergleich wieder sehr niedrige Einnahmen erwartet. Streamingdienste und die mit diesen Diensten eng verbandelten Musikkonzerne und Verwertungsgesellschaften sch\u00fctten, soweit das bekannt ist, nur 6-10% des Streaming-Umsatzes an die K\u00fcnstler aus, da der L\u00f6wenanteil der Abspielgeb\u00fchren durch undursichtige Machenschaften und irre komplizierte Vertr\u00e4gen geschickterweise bei den Plattenfirmen bzw ihren Publishing T\u00f6chterfirmen &#8218;h\u00e4ngenbleibt&#8216;. (Bei Album CDs erhalten K\u00fcnstler 15%-20% und mehr des Umsatzes). Ausserdem muss bedacht werden, dass eine verst\u00e4rkte Nutzung von Streamingdiensten im Umkehrschluss logischerweise eine veringerte Nutzung vom &#8218;klassischem Radio&#8216; und dementsprechend unweigerlich geringere Verg\u00fctungen aus dieser nicht unbedeutenden Einnahme-Quelle nach sich zieht.<br \/>\n<strong>Einnahmen aus Streaming<\/strong> machten nach Rechnungsweise der schwedischen Musikindustrie im <strong>ersten Halbjahr 2014 mehr als 80% des Gesamtumsatzes<\/strong> aus.<\/p>\n<p>Nach unserer Sch\u00e4tzung werden 2014 insgesamt wohl <strong>3 Mio Single Tracks<\/strong> und etwa <strong>0,3 Mio Alben<\/strong> als A-La-Carte Downloads in Schweden verkauft werden (Gesamtumsatzanteil: 5,1%). Das sind <strong>pro Kopf der Bev\u00f6lkerung<\/strong> rund 35% der Werte, die in diesem Jahr f\u00fcr Deutschland erwartet werden.<br \/>\nDer Absatz von Album CDs k\u00f6nnte die Zahl von 4 Mio St\u00fcck unterschreiten (Umsatzanteil nur ca 15%, Zum Vergleich: Deutschland 66%). Allein im ersten Halbjahr sank die Zahl der verkauften Album CDs im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um sage und schreibe 40%. Der Umsatz sank gar um 44%. Der Durchschnittsumsatz der schwedischen Musikindustrie je Album CD sank um 9% von 39,6 SEK auf 35,9 SEK (1. Halbjahr 2014). 2002 lag der gewertete Umsatz jedoch noch bei 60 SEK je Album. <strong>Der r\u00fcckgang von 60 auf 35 ist sehr seltsam!<\/strong><br \/>\nDer <strong>durchschnittliche Einzelhandelsumsatz je verkaufter Album CD in Schweden<\/strong> nach Abzug der Mehrwertsteuer lag n\u00e4mlich bei gesch\u00e4tzt etwa <strong>105 SEK<\/strong>. Das ist sicherlich nicht wengier als 2002.<br \/>\nWarum in Schweden eine Album CD nur mit 35 Kronen (3,85 \u20ac) gewertet wird, ist etwas schleierhaft. Es handelt sich scheinbar nur um die Einnahmen, die nach Abzug der Vertriebskosten tats\u00e4chlich auf den Konten der Musikkonzerne auflaufen (<i>vermuten wir, da man es sich nicht anders erkl\u00e4ren kann<\/i>). In Deutschland wird der Umsatz nach Netto-Endverbraucherpreisen berechnet (also inklusive der Vertriebskosten). W\u00fcrde das in Schweden genauso gemacht, l\u00e4ge der Umsatz der dort mit Album CDs 2014 erzielt wird bei ca. 400 Mio SEK. Nach &#8218;deutscher Berechnungsweise&#8216; l\u00e4ge der Album CD-Umsatzanteil am Gesamtumsatz der schwedischen Musikindustrie bei immerhin noch 30%.<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong> Die seltsame offizielle Umsatzrechnung der schwedischen Musikindustrie und daraus abgeleitete Schlussfolgerungen \u00fcber die Marktanteilsh\u00f6hen der einzelnen Segmente lassen sich <b>nicht mit der Umsatzrechnung der deutschen Musikindustrie vergleichen<\/b>. Bei St\u00fcckzahlen sieht das anders aus. Die kann man nat\u00fcrlich ohne weiteres vergleichen, werden aber in Deutschland ungerne ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Interessant ist also vor allem, dass es im laufenden Jahr in Schweden eine starke Verflachung des Wachstums bei den Einnahmen aus dem &#8218;Streaming&#8216; gegeben hat. Unklar ist, ob die Nutzung von Streaming (d.h. die von den Nutzern abgespielte Trackzahl) in Schweden im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 \u00fcberhaupt gestiegen ist.<\/p>\n<h2>Die Beton Single Charts \u00e0 la Schweden:<\/h2>\n<p>Was die <strong>schwedische Single Chart<\/strong> anbetrifft, so ist diese zu einer <strong>fast totalen 1zu1 Kopie der Spotify-Schweden &#8218;meist abgespielte Tracks&#8216; Liste degeneriert<\/strong>.<br \/>\nMan k\u00f6nnte im Grunde <strong>auch gleich die Spotify Liste ver\u00f6ffentlichen<\/strong>. \u00dcberfl\u00fcssiger, wie die offizielle schwedische Single Chart kann eine Chart gar nicht sein.<\/p>\n<p>Die Einbeziehung des Streamings in die Chartberechnung hat leider einen <strong>ganz schlimmen Pferdefuss<\/strong>, was die <strong>Aktualit\u00e4t<\/strong> betrifft. Titel verbleiben sozusagen &#8218;<strong>ewig<\/strong>&#8218; in diesen Charts, da Hits von den Usern meist lange in ihren Playlisten verbleiben und so immer und immer wieder zu gewerteten Plays kommen. So entsteht <strong>eine in Beton gemeisselte h\u00f6chst langweilige Chart<\/strong>.<br \/>\nG\u00e4nzlich anders verh\u00e4lt es sich ja beim A-La-Carte Tontr\u00e4gerkauf. Mehrmals kauft man einen Song ja nicht. Das heisst nur <strong>eine einzige Aktion ist chartwirksam<\/strong>. Beim Streaming hingegen ist eine <strong>mitunter Monate anhaltenden Aktionskette<\/strong> (Abspielungen) chartwirksam. Aus den schwedischen Singlecharts wurde so eine <strong>&#8218;Beton&#8216;-Hitparade<\/strong> ohne gro\u00dfe \u00c4nderungen mit dem gelegentlichen Neueinsteiger (meist durch Promotion direkt \u00fcber Spotify, oder z.T. aber auch &#8218;wie fr\u00fcher&#8216; durch das TV). Eine Verweildauer in den Charts von 30, oder gar 40 Wochen in den Top 50 sind keine Seltenheit.<br \/>\n<strong>So eine schnarchige Langeweile:<\/strong><br \/>\nDie <strong>durchschnittliche Verweildauer der aktuellen Top 50 Titel<\/strong> in den schwedischen Single Top 100 betr\u00e4gt traurig-endlose <strong>15,3 Wochen<\/strong> (das sind 4 Monate!). Alles \u00fcber einem 10 Wochen-Schnitt kann man getrost als &#8218;<strong>wer will das eigentlich noch h\u00f6ren<\/strong>&#8218; altbacken abtun&#8230;<\/p>\n<p>Noch g\u00f6\u00dfer ist beim &#8218;Streaming&#8216; das <strong>Problem<\/strong> bzw. die faktisch vorhandene M\u00f6glichkeit, dass &#8218;<strong>die Spotify Leute<\/strong>&#8218; jederzeit jeden Titel, den sie in die schwedischen Charts haben wollen <strong>durch Promoaktivit\u00e4ten auf dem von ihnen gesteuerten Spotify-Interface auch in die schwedischen Charts bekommen k\u00f6nnen<\/strong>.<br \/>\nSelbst <strong>direkte Eingriffe in das computergesteuerte Z\u00e4hlsystem<\/strong> (&#8218;h\u00e4ngn&#8217;wa doch mal ne Null, oder zwei hintendran&#8216;) sind ja ohne Probleme und ohne, dass es jemand Unabh\u00e4ngiges kontrollieren k\u00f6nnte, theoretisch m\u00f6glich&#8230;<br \/>\nDas <strong>\u00f6ffnet nat\u00fcrlich k\u00fcnstlicher Nachfrageerzeugung und gefakten Charterfolgen<\/strong> T\u00fcr und Tor. Kein Mensch weiss ja, was bei Spotify so hinter den fast luftdicht verschlossenen T\u00fcren so l\u00e4uft. \u00c4hnliches gilt \u00fcbrigens durchaus auch f\u00fcr Youtube, Vevo und all die anderen Streamingdienste. Unabh\u00e4ngige Kontrollen gibt es unserers Wissens bei keinem einzigen dieser Dienste. Das sollte man nicht ausser Acht lassen. (Ein Monopol erzeugt gemeinhin den Wunsch das Monopol auch zu nutzen&#8230;)<br \/>\nZuguterletzt hat der zu gro\u00dfe Einfluss des Streamings auf die Charts nat\u00fcrlich noch so einige andere negative Effekte. Facebook Accounts schwedischer K\u00fcnstler sind immer st\u00e4rker zugekleistert mit sich st\u00e4ndig wiederholenden Abspielungsaufforderungen. Auch muss man beachten, dass Abspielungsaufforderungen trafficstarker Websites einen nicht zu untersch\u00e4tzenden Einfluss auf den Erfolg eines Titels bei Spotify &#038; Co haben. Solche Websites stellen Titel aber meist nur &#8218;gegen Geld&#8216; vor, seltener rein freiwillig&#8230;<\/p>\n<p><b>Ganz zum Schluss wollen wir sehr gerne noch auf einen ganz entscheidenden Kritikpunkt kommen:<\/b><br \/>\ngerade beim Musikmarkt Schweden sieht man eine Entwicklung, die <strong>ins Lachhafte \u00fcbersteigert<\/strong> eine absolut nicht nachvollziehbare <strong>Preisgestaltungspolitik der Musikindustrie<\/strong> \u00fcberaus <strong>plakativ<\/strong> vor Augen f\u00fchrt.<br \/>\nG\u00e4be es einen funktionierenden Markt, m\u00fcsste auf Grund der offiziell 80%igen Dominanz des Streaming-Formats der Preis f\u00fcr andere, vor allem andere digitale Musikformate, in den Keller absacken (es gilt das Spielchen Angebot und Nachfrage: das Angebot ist &#8218;unendlich&#8216;, die Nachfrage jedoch sinkt = Preisr\u00fcckgang). Von sinkenden Preisen jedoch keine Spur (im Gegenteil).<br \/>\nBei Album CDs ist das ja noch in gewissen Umfang verst\u00e4ndlich, da Produktion und Vertrieb einer CD inklusive Lagerbereitstellung erhebliche Kosten verursacht (wenn auch hier viel geringere als noch vor 15 Jahren).<br \/>\nBei digitalen Produkten fallen diese Kosten jedoch bis auf den etwa ca. 20% Anteil, den die Downloadshops f\u00fcr ihre &#8218;Vertriebsleistung&#8216; kassieren, so nicht an. Song Downloads z.B. sind aber heutzutage auch in Schweden teuerer als noch vor 4 Jahren. Das kann nicht sein.<br \/>\nMan muss daher festellen, dass am Beispiel Schweden deutlich wird, dass Preise f\u00fcr A-La-Carte Downloads von der Musikindustrie k\u00fcnstlich in fast schon abstruser H\u00f6he gehalten werden. Der fehlende Preiswettbewerb und die \u00fcberh\u00f6hten Preise, alles ja durch &#8218;Absprachen&#8216; der Musikkonzerne so gewollt, muss als Problem von staatlicher Seite mal endlich fokussiert untersucht und geahndet werden. <\/p>\n<p>Zusammenfassung:<br \/>\n&#8211; der Album CD Absatz erlebt in Schweden im Jahr 2014 sehr wahrscheinlich den <strong>h\u00f6chsten prozentualen R\u00fcckgang aller Zeiten<\/strong>!<br \/>\n&#8211; das Wachstum der Einnahmen im Segment &#8218;On-Demand Streaming&#8216; hat sich \u00fcberraschend stark abgeschw\u00e4cht!<br \/>\n&#8211; die Single Charts Schweden sind zu einer langweiligen Betonchart und Spotify Kopie verkommen!<br \/>\n&#8211; die Preise f\u00fcr Album CDs und A-La-Carte Musikdownloads sind trotz stark sinkender oder schw\u00e4chelnder Nachfrage nicht, oder nur kaum gesunken, z.T. sogar gestiegen!<\/p>\n<p>Quellen: ifpi Schweden, CDON.se, musikindustrie.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Streaming: wie der Musikmarkt Schweden vom Nummer 1 Album CD Markt der Welt (Pro Kopf Absatz 2002) zur Nummer 1 im Streaming (Gesamtumsatzanteil 2014)  transformierte und wie das f\u00fcr die Musikindustrie und erst Recht f\u00fcr die K\u00fcnstler &#8218;trotzdem&#8216; keine goldenen Eier bringt.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10263,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"fifu_image_url":"","fifu_image_alt":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[1969,997,1004,1273,1322,1602],"class_list":["post-10261","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-musik-business","tag-ifpi","tag-musikmarkt","tag-musikmarkt-schweden","tag-schweden","tag-spotify","tag-youtube"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.oljo.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/musikmarkt-schweden-2014.jpg?fit=700%2C300&ssl=1","jetpack-related-posts":[{"id":6822,"url":"https:\/\/www.oljo.de\/blog\/musikmarkt-schweden2011-totaler-einbruch-beim-musik-verkauf-album-markt-evaporiert\/","url_meta":{"origin":10261,"position":0},"title":"Musikmarkt Schweden 2011: Totaler Einbruch beim Musik Verkauf. 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