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verfasst von OLJO-Team

ESC 2024: Schweiz durch Juryvotum ESC Sieger

ESC 2024: Schweiz durch Juryvotum ESC Sieger
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Am vergangenen Samstag Abend bzw. gesagt am frühen Sonntag morgen ergab sich beim skandalumwitterten ESC 2024 Finale in Malmö folgenden Sieger: Die Schweizer musikmachende Person Nemo konnte mit dem Song „The Code“ den Sieg für sich reklamieren. Die beitrag der Schweiz profitierte dabei von einem überaus starken Vote der nationalen 5-Personen Juries. Im Televote reichte es für „The Code“ nur für einen, im Vergleich, regelrecht abgeschlagenen fünften Platz. Video der Siegperformance:

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Es ist das erste Mal in der Geschichte des Events, dass ein Song zum Sieger wurde, der im Televote nur den fünften Platz hat belegen können.

Infos über Nemo

Den Kürzeren gezogen hat auf Platz 2 daher der Kroate Baby Lasagna mit „Rim Tim Dagi Dim„. Für ihn gab es nicht genug Jurypunkte, um trotz eines weitaus besseren Televotes, als bei Nemo, den Sieg erheischen zu können. 110 Punkte Vorsprung im Televote (50% vor Nemo) reichten nicht. Erstaunlich!

Deutschland im ESC 2024 Finale wider erwarten mit einem zufriedenstellenden Ergebnis

Ganz ordentlich (und zwar in fast jeder Hinsicht) geschlagen hat sich der deutsche ESC 2024 Beitrag „Always On The Run“ von Isaak aus Ostwestfalen. Isaak landete auf Rang 12. Allerdings ähnlich, wie bei Nemo, fast ausschliesslich durch Jurypunkte. Im Televote allein lag Deutschland auf einem dann doch eher enttäuschenden Rang 19. Mag sein dass u.a. die vielleicht etwas altbackene Bühnendarstellung einiges an Votes gekostet hat.

Klug hielten sich Isaak und sein Team jedenfalls aus den kindischen bis boshaften Ränkespielen und Skandalen heraus, an denen mutmaßlich Teilnehmer und Teammitglieder mindestens der Länder Irland, Schweiz, Griechenland und Israel, sowie der wenige Stunden vor dem ESC 2024 Finale disqualifizierten Niederlande beteiligt waren. Wohl an die 16 Ländersender sollen sich mittlerweile über Vorgänge, die hinter den Kulisssen und manchmal sogar davor so stattfanden, bei der EBU als dem ESC Veranstalter beschwert haben.

Das 30 Jahre lang dem ESC ferngebliebene Luxemburg feierte mit Tali Golergant (‚Fighter‘) ein grosses Comeback. Platz 13 als Endergebnis ist für unser kleines Nachbarland ein durchaus vorzeigbarer Erfolg. Im Televote allerdings lag Tali quasi gleichauf mit dem deutschen Beitrag denn doch deutlich weiter hinten (Rang 17). Luxemburg wird auch 2025 am ESC teilnehmen.

ESC Fails des Jahres

Fan Favourite Fails in diesem Jahr waren die Beiträge aus Österreich und Norwegen, die entgegen relativ guter Wettergebnisse auf dem vorletzten respektive letzten Platz landeten.

Ebenso durchgereicht (gemessen an einem Platz 7 in den Wetten) wurde Finnland, das mit Platz 20 auf dem harten Boden der ESC Realität landete. Auch der spanische Beitrag verfehlte die guten Wetten bei weitem. Anstatt des gewetteten Platz 11 kam nur Rang 22 zu Stande.

Hart erwischte es auch den UK Beitrag ‚Dizzy‘ von Olly Alexander. Dizzy ist nun auch einer der wenigen ESC Beiträge in der ESC Geschichte, der im Televote die ominöse NULL erhielt. Olly trug es mit larmoyanter Fassung. Jurypunkte sicherten ihm am Ende Platz 18.

Unsere Fails des Jahres wegen dem ESc-Geist widersprechendem Verhaltens waren ausserdem die Teilnehmer Irlands, der Schweiz und Griechenlands, sowie der Niederlande. Die wollen wir nur noch wenn es Not tut sehen und hören.

ESC Winner des Jahres

Black Horse des Jahres war Portugal.

Iolanda konnte mit der typisch portugiesischen Ballade ‚Grito‚ mit Endplatzierung #10 satte 11 Plätze besser abschneiden, als es die Wetten vermutet hatten. Basierend allerdings ausschliesslich auf dem vielleicht ‚etwas übertrieben‘ guten Juryvote (139 Punkte = #7). Im Televote gab es nur sehr wenige Punkte (13 = #20). Kommerzieller Erfolg ist dem Song ausserhalb Portugals denn auch nicht beschieden… Auch Armenien und Deutschland, die beide jeweils 8 Plätze besser abschnitten, als es die Wetten vorrausgesagt hatten, sind sozusagen ‚Gewinner‘ des Finales.

Es zeichnet sich ausserdem noch einen weiteren ‚Winner‘ des ESC 2024 Finales im Bereich des kommerziellen Erfolges ab. Es handelt sich dabei um den Song ‚Europapa‚ von Joost aus den Niederlanden. Joost war wegen eines Vorfalls, bei dem, so ist zu lesen, u.a. eine Kamera des Senders SVT zu Schaden kam von der EBU vom ESC Finale ausgeschlossen worden.

Next year better!

Im nächsten Jahr im Mai also heisst es ESC in der nahegelegenen Schweiz. Zürich, Basel und Genf gelten als aussichtsreiche Veranstaltungsorte für das Groß-Event. Man darf sich jetzt schon, falls man dann vor Ort ist, auf unfassbar hohe Hotelzimmer-Preise ‚freuen‘.

Und was wohl der NDR (oder wer auch immer) an Granatensongs für den deutschen ESC Vorentscheid 2025 (falls es denn einen geben wird) aus dem Hut zaubern wird?

In diesem Jahr galt die Prämisse noch weniger wäre nichts. Man sollte es vielleicht mal anders aufziehen.

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