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verfasst von OLJO-Team

Bundesvision Song Contest 2012: Buhrufe für die Sieger Xavas. Laing die Entdeckung.

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Sowas Halbes, wie ein ‘Newcomer’ hat den Bundesvision Song Contest gewonnen. Ne is klar… Das Projekt Xavas, bestehend aus dem Castingshowjuror und Sänger Xavier Naidoo und dem Rapper Kool Savas bekam für die HipHop/Soulpop Ballade Schau Nicht Mehr Züruck die meisten Stimmen von den Pro 7 Zuschauern und wurde Sieger des Bundesvision Song Contest 2012 (BuViCoSo 2012).
Newcomermäßig ist dabei allerdings ausschliesslich der Name.
Ein Sieg von Xavas war schon lange vor Beginn der Show, im Grunde sogar seit dem bekannt war, dass dieses Projekt in der Raab Show auflaufen wird, so sicher wie das Gold in Fort Knox. Keiner der 15 anderen Teilnehmer war auch nur ansatzweise mit ‘Xavas’ vom Bekanntheitsgrad her konkurrenzfähig.
Platz 2 erreichten etwas unerwartet die Mädels von LAING mit dem Minimal Elektro Popsong Morgens Immer Müde.

Laing!

 
Trotz Xavas Sieg, wir ‘schauen zurück’ und zwar auf den Buhrufen Skandal bei der Punktepräsentation in Berlin:
Zu erst wenige, dann immer mehr Buhrufe schallten während der Punktevergabe plötzlich unüberhörbar durch den Saal. Eine ganz seltsame Stimmung war im Laufe der Stimmabgabe der Bundesländer in Berlin ausgebrochen, die im Laufe des Abends immer heftiger ‘Anti Xavas’ regelrecht kippte und immer deutlicher ausmachbar wurde. Das war schon echt ganz schön laut.
Moderator Raab schien erstmal vollkommen perplex. Mit solch klaren Unmutsbezeugungen hatte er sicher nicht gerechnet. Es machte den Eindruck, als ob die Mehrheit der Zuschauer vor Ort in Berlin mit dem Xavas Punktedurchmarsch extrem unzufrieden waren.

 
Als die ‘wahren’ Siegerinnen des Abends ist natürlich die Frauengruppe Laing anzusehen. Deren Auftritt in Berlin war echt WOW. So ähnlich dachten wohl auch die Zuschauer vor Ort in Berlin.Da ärgerten sich dann wohl Einige, dass Laing gegen Xavas einfach Null Chancen hatte. Den 4 Mädels blieb aber immerhin Platz 2.
Laing, das sind 4 Berlinerinnen, die für Sachsen mit dem Elektro Minimal Song Morgens Immer Müde an den Start gingen. Toller Titel, wobei der Xavas Titel jetzt auch keiner von den ‘Schlechten’ ist. Viele Zuschauer in der Halle in Berlin wussten natürlich, dass Laing nicht aus Sachsen, sondern aus Berlin kommen.
Stefan Raab hatte jedenfalls alle Mühe die aufgeheizte Stimmung so halbwegs unter Kontrolle zu halten. Das geling mehr schlecht als recht. Mehrfach vernahm man ihn mit der Behauptung, man müsse es honorieren, dass es auch bekannte Stars wagen beim Bundesvision Song Contest anzutreten. Dem konnten wir nichts abgewinnen. Sich nur zu trauen, wenn der Sieg sicher ist, hat nichts mit ‘sich trauen’ zu tun. Das ist simple Berechnung. Und…hatten Xavas, weil sie sich ‘trauten’ deshalb die beste Startposition, nämlich am Ende des 16 Acts umfassenden Starter-Feldes zugewiesen bekommen? Gut, Laing waren Vorletzte und Luxuslärm aus NRW leider als Erste am Start…Pech (oder Absicht? Man weiss ja nie)…
Der schale Beigeschmack eines Pfeifkonzert Siegers haftet dem Projekt Xavas nun an. Das ist natürlich unschön. Am Ende ging dann aber doch alles noch soeben glimpflich über die Bühne. Der Xavas Sieg geht schon in Ordnung. Berliner haben eben einen vielleicht doch progressiveren Musikgeschmack als die schnöde Provinz.

 
Insgesamt musste man beim diesjährigen Bundesvision Song Contest immerhin 4 Totalausfälle und insgesamt eine teilweise seltsame Musikauswahl über sich ergehen lassen. Am innovativsten fanden wir da tatsächlich noch Laing. So einfach, aber doch so modern. Minimal ist derzeit iwie ‘unser Sound’.
Xavas hingegen ist ja im Grunde nur Naidoo Musik mit nem Rapper dazu. Nicht wirklich was Neues, eher konservativ eigentlich.
Ganz gut waren des weiteren Luxuslärm, Die Orsons und die Band ‘Ich Kann Fliegen’. Grad von ‘Ich Kann Fliegen’ dürfte man noch einiges erwarten. Bei Laing sind wir uns noch nicht ganz sicher, wie die in den Charts einschlagen werden. ‘Morgens Immer Müde’ kann auf jeden Fall eine Clubgängerhymne werden.

 
Update (29.09.12 / 12 Uhr): The After Show Chart Glow:
Xavas ‘ Schau Nicht Mehr Zurück’: iTunes: 1 (3 + 61 + 77) , Amazon: 4 (5 + 89), Musicload: 16. Bundesweite Verkaufszahlenprognose: 4.100, ca. Platz 2,
Laing ‘Morgens Immer Müde’: iTunes 7 (11 + 39), Amazon: 8 (9 + 145 + 596), Musicload: nicht in den Top 100 Bundesweite Salesprognose: 2.300, ca. Platz 9,
Ich Kann Fliegen ‘Mich Kann Nur Liebe Retten’: iTunes 12 (15 + 48), Amazon: 18 (22 + 146 + 616) ,Musicload: 69. Bundesweite Salesprognose: 1.700, ca. Platz 13,
zum Vergleich:
Lena ‘Stardust’: 4600 (Platz 1 bundesweit),
Asaf Avidan ‘One Day’: 4.000 (Platz 3), Rihanna ‘Diamonds’: 3.400 (Platz 4), Marteria ‘Lila Wolken’: 3.250 (Platz 5)
Update des Updates :-):
Nach den allerneuesten Daten sieht es so aus, als ob Rihanna die Lena heute noch von der Bundes 1 kicken wird (Aktuell Platz 2). Laing jetzt auf 7. Lena noch 1, Xavas 3, Asaf Avidan 4, Marteria 5.

 

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Erik Alexander Dobler
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Erik Alexander Dobler

Mumford & Sons haben mit Babel die erfolgreichste Chart Woche des Jahres hingelegt. 159.000 mal wurde das neue Album in 6 Tagen in den UK verkauft! Beste Woche in UK Platz 2 und 3 belegen Lana Del Rey und Emile Sande.

sven
Gast
sven

auch wenn es anteilig nicht viel ausmacht, aber lena jetzt auch media markt download charts auf platz 1

Erik Alexander Dobler
Mitglied
Erik Alexander Dobler

Hallo Dean, ja da hast Du vollkommen Recht. Interessant finde ich auch den Erfolg von Maroon 5 in den USA. Auch eine absolute Single Band.. Moves like Jagger, Payphone und One more night haben alle mindestens 4 Millionen in den USA verkauft. Auf die Albumverkäuft hat sich das nie sonderlich ausgewirkt. Obwohl sich Moves like jagger weltweit 10 Millionen verkauft hat, Payphone ca. 6 Millionen mal verkaufte Overexposed nur ca. 1,36 Millionen Copies. (Ich habe eine davon erworben) Ich bin großer Fan von Adam Levine´s Stimme. Aber wie auch bei Rihanna liegt nicht jedem diese Stimme.. Musicload und amazon spricht… Weiterlesen »

Andy_HH
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Andy_HH

Hi Dean, ich empfinde Rihanna als unsympatisch weil sie bei mir als absolut kalt und oberflächlich ankommt. Ihr Auftritt bei den Paralympics war doch bezeichnend; völlig emotionslos hat sie ihre Liedchen gesungen. Mal abgesehen davon, dass sie ein reines Plastikprodukt ihrer Plattenfirma ohne irgendwelche Ecken und Kanten ist, hat sie – wie in meinem letzten Post geschrieben – künstlerisch null zu bieten. Sie trällert einfach die von anderen geschriebenen und produzierten Songs. Punkt. Da ist mir ne Lady Gaga, obwohl ich deren Musik auch nicht mag, tausend mal lieber. Die hat wenigstens Reibungspunkte und außerdem setzt sie ihren Erfolg und… Weiterlesen »

Vielleicht
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Vielleicht

@Erik

Ja Hitler. Super witzig HAHAHA nicht!

Erik Alexander Dobler
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Erik Alexander Dobler

Hallo Peter,

denke Gangnam Style ist bissl wie Sexy and I know it, ideal für besoffene zum gröllen auf Parties und Clubs… und Gangnam Style kommt englisch rüber, mittlerweile gibt es schon eine Parodie im Internet wo “Hitler” rappt…. echt witzig

Vielleicht
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Vielleicht

Das ist so ein K-POP Teenies Fan dingens bestimmt

Peter
Gast
Peter

Hi Erik,

OK Dance ist ja ohnehin nicht so meins, aber von der Musik her ist es mir schlicht ein Rätsel wie Gangnam Style so ein weltweiter Smashhit werden konnte. Irgendwie kommt das mir wie eine riesige Internet-Blase vor.

Was bitte ist an diesem Song so besonderes ?????