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verfasst von OLJO-Team

Deutsche Tokio Hotel Musikkäufer schockiert: Alles nur Fanabzocke?

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Mit absolutem Erstaunen und geballter Faust in der Tasche müssen Fans der deutschen Popgruppe Tokio Hotel feststellen, dass sie allerhöchstens zweite Wahl sind. Mit großen Augen können Tokio Hotel Fans nur noch staunen, wie sehr sie in Deutschland quasi über den Tisch gezogen werden sollen.

Wer daran denkt sich Humanoid, das neue Album von Tokio Hotel, z.B. beim deutschen Shop des Musikdownloadanbieters iTunes kaufen zu wollen, muss feststellen, dass dieses Album dort zu einem doch sehr hohen Preis von 13,99€ angeboten wird (Bei Musicload kostet es sogar 15,95€). Macht sich dieser Fan nun die Mühe einen Preisvergleich anzustellen z.B. beim US-Amerikanischen iTunes Shop ist die Verwunderung groß. Dort wird das genau gleiche Album für umgerechnet läppische 8,80€ verkauft.
Es ergibt sich somit ein gigantischer Preisunterschied von 5,19€. Wer kassiert diese 5,19€?? Warum gibts es diesen exorbitanten Preisunterschied für ein genau gleiches Produkt? Sind deutsche Tokio Hotel Fans nur noch die doofen für’s Blechen? Diese Frage stellen sich immer mehr deutsche Tokio Hotel Fans.

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HellN
HellN
12. Oktober 2009 20:47

Hallo Olaf!

Das wäre echt eine gute Sache, wenn die EU eine Position zum Thema Preis und Wettbewerb in der Musikindustrie nimmt!
Zumindest innerhalb Europa finde ich es überhaupt nicht normal, dass die gleiche Produkte (inbesondere was immaterielle Produkte wie Musik betrifft)teurer oder billiger in jedem Land sind.

Zwischen Europa und den USA gibt es eigentlich einen Größevorteil für den US-Markt (ich denke, dass Charter schon darüber was gesagt hat). Man kann einfach für 305 Million Menschen (ok, weniger, da alle nicht in der Zielgruppe sind, aber trotzdem, das macht viel mehr als in Europa) eine Werbekampagne umsetzen und ein Produkt vertreiben. In Europe muss man das in jedem einzigen Land organisieren und es erhöht die Kosten. Deswegen wird es immer eine Diskrepanz geben. Ein paar Euros vielleicht, aber nicht ein Preis doppel so hoch wie in den USA, wie man manchmal sieht!

Ich wünschte, dass die Musikindustrie ein bisschen vernüftiger wäre, und auch innovativ statt defensiv denkt…

HellN
HellN
9. Oktober 2009 14:09

@oljo-team Ich habe 2 Jahre in den USA gewohnt, also ich weiß wovon ich spreche. Viele Waren sind in den USA günstiger als in Deutschland. Ugg Boots (aus Australien) kosten 150 $ gegen 230 € in Deutschland. Ipod sind auch billiger (129 $ vs. 139 € (Ipod Nano 8GB)). Das ist nicht normal und es betrifft nicht nur die Musik. Trotzdem sind die Amerikaner gar nicht reicher als Leute in Europa: hast Du die geringste Ahnung, wie teuer Krankenversicherung kostet? Oder wie viel man sparen muss, sodass dein Kind in der Uni studiert? Dazu gibt es noch Rentenversicherung usw. Als ich in den USA war, war ich nicht reicher als ich jetzt in Deutschland bin. Zum Thema Steuer, gibt es in allen Staaten in den USA MwSt, außer Ausnahme wie den ganz kleine Staat Rhode Island. Manchmal mussen die Kunden, die online kaufen, die MwSt nicht zahlen, aber in Europa muss man immer 19 % (in DE, oder 19,6% in Frankreich z.B.) zahlen. Das macht die Waren nicht billiger bei uns. Es gibt keine Versandkosten mit Amazon ab 20 €/$. Für alle Leute, die z.B. die Deluxe CD von TH vorbestellt haben (21,95€), gab es keine Versandkosten. Und nach der… Weiterlesen »

Charter
Charter
8. Oktober 2009 16:46

Wenn in den USA alle Alben so billig sind muss das TH-Album vielleicht einfach zwangsweise auch billig verkauft werden, damit es überhaupt genügend Abnehmer findet. Bei gleichzeitigen höheren Promotionskosten fällt der Gewinn also in den USA insgesamt „gering“ aus und irgendwo muss das Geld ja dann herkommen.

Vielleicht wird hier einfach darauf gehofft, dass es in Deutschland so viele eingefleischte TH-Fans gibt die trotz überzogener Preise fleißig das Album kaufen, sodass man damit überdurchschnittlich viel verdienen kann und damit trotz vergleichsweise geringem Umsatz in den USA insgesamt noch guten Gewinn macht.

Nur wäre dieser Versuch fehlgeschlagen, denn wie bereits erwähnt ist das neue Album nicht grade ein Verkaufsschlager.

HellN
HellN
8. Oktober 2009 10:42

@ Charter: Ja, genau das meinte ich 🙂 @OLJO-Team Was den Preis betrifft, finde ich auch nicht richtig, dass ihr den Preis in Dollar mit dem heutigen Kurs Euro-Dollar benutzt: Der Kurs des Dollars ist z.Z. schwar aber das ist nur ein Zeitpunkt in der Börse und ändert nicht den Wert des Gelds für die Leute: Was man mit 15 $ in den USA kaufen kann, ist ungefähr gleich, wie was man mit 15 € in Europa kaufen kann. Das Album Deluxe Edition kostet 13,99$ (Preis war 21,95$ u. wurde auch gesenkt) und 17,95 €. Man muss auch denken dass die Preise auf Amazon ohne MwSt sind (es gibt noch dazu in der Regel 8 oder 10 % MwSt von den Staaten). Also ist der Preisunterschied auch nicht so riesig (knapp 2 €/$). Ja, die Preisen waren am Anfang zu hoch, aber jetzt sind sie völlig normal (17,95 € für CD mit 16 Lieder+DVD oder 14,95 € für eine normale Version ist völlig normal. Ich habe z.B. meine 13-Tracks CD von Placebo 13,95 € gekauft) Darüber hinaus sind die Preise immer ein bisschen günstiger in den USA (Placebo nochmal z.B kostet 12,99 $) Mal schauen in den kommenden Wochen, wie… Weiterlesen »

Charter
Charter
7. Oktober 2009 22:46

Ich glaube HellN meinte nicht die Produktionskosten der CD als solche sondern die Produktionskosten der Songs. Es kostet genauso viel, die Songs auf englisch zu produzieren wie auf deutsch, aber die englische Variante wird öfter verkauft, insgesamt wird also bei gleichen Produktionskosten mit der englischen Platte mehr verdient. Da man ein deutsches Album produzieren, aber nicht weniger Gewinn damit machen möchte, sind demnach die Preise für das deutsche Album teurer, damit auf gleiche Produktionskosten auch ein gleicher Gewinn kommt.

oljo-team
oljo-team
7. Oktober 2009 17:02

Hi HellN
Vielen Dank für Deinen Kommentar!
Wenn das deutsche Album also nur noch ein Nebenprodukt ist, müsste es ja erst recht günstiger sein, da ja die Hauptkosten durch Verkäufe des englischen Albums ‚gedeckt‘ werden. die reinen Produktionskosten für die deutschsprachigen Titel (d.h. Aufnahme, Video usw) können auf keinen Fall einen so extrem höheren Preis rechtfertigen, da diese Kosten eigentlich gering sind und höchstens 50 CENT je Album ausmachen. gegengerechnet werden müssten die einsparungen die durch die englische Produktion erzielt worden sind. Insgesamt müsste daher Humanoid in Deutschland gar billiger sein, als in den USA…

LG
Dean

OLJO-Team

HellN
HellN
7. Oktober 2009 16:36

Der Preisunterschied kann man eigentlich erklären: das deutsche Album hat fast so viel wie das englische Album für die Produktion gekostet (Zeit, Arbeit usw) aber wird sich nicht so viel wie die englische Version verkaufen. Von daher ist das Album teurer. Immerhin ist es eine sehr schlechte Pricing-Strategie des Marketings…
Sie haben es schon bemerkt und die Preise gesenkt (17,95 € gegen 21,95 € vorher für die Deluxe Version)

Ich habe auch den schlechten Eindruck,dass TH kein deutsches Album mehr produzieren wird (nur aus ökonimischen Gründen) und ich würde es extrem Schade finden…
TH ist einzigartig, u.a. weil sie im Ausland auch auf deutsch singen. Sie verlieren, was einzigartig bei ihnen ist, wenn sie nur auf Englisch singen (die deutsche Version der Lieder sind auch einfach besser. Die Texte sind besser und es ist so selten, dass deutsche Sänger eine schöne Stimme wie Bill haben).